follow goes young // reflecting lights

Choreografien von Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Zweiteiliger Tanzabend mit Profis und jugendlichen Tänzer*innen

Die Choreografien dieses Tanzabends sind in der Begegnung und Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Laien und professionellen Tänzer*innen entstanden:
Im Anschluss an das Herbstferien-Tanzprojekt follow goes young für tanzinteressierte Jugendliche hat das Team der Tanzcompagnie die Proben mit einer kleinen Gruppe fortgesetzt. Die ursprünglichen Fragestellungen waren: Wie wünschen wir uns zu sein? Wo bewege ich mich hin und welchen Ideen jage ich nach? Welchen Traum habe ich? Wem folge ich?
Diese plakativ angelegten Fragen finden keine absoluten Antworten, sondern verlangen die ständige Rückbesinnung auf sich selbst, ein „Sich-selber-Wahrnehmen“. Das Erfolgserlebnis einer gelungenen Bewegung, der Mut, sich selber einmal in den Mittelpunkt zu stellen, waren schon erste Antworten.

„Mir gefällt es, dass nicht jede Bewegung gleich auf den ersten Blick einen tieferen Sinn, eine Bedeutung haben oder ein Teil einer Geschichte sein muss. Stattdessen geht es, zumindest für mich, um die Bewegung an sich, die am Ende für jeden Einzelnen etwas anderes bedeuten kann. Es bedeutet für mich außerdem, auch für ein paar Minuten oder auch Stunden den Alltag und alles um mich herum vergessen zu können.“ (Tabea, 17 Jahre)

Mit reflecting lights nimmt die Compagnie Fredeweß vor allem populäre Bewegungs- und Musikstile von Jugendlichen als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer neuen Choreografie. Zeitgenössischer, moderner Tanz trifft auf Hip-Hop, Jung meets Alt, Hochkultur meets Popkultur, Bekanntes meets Unbekanntes.
Beide Tanzstücke verbinden sich durch die Videoclips von Alexandra Mauritz und Bernd Wolter der Medienwerkstatt Linden, in denen die Tänzer*innen zwischen Licht und Schatten, Verortung und Veränderung gezeigt werden.

Tanz und Choreografie Hans Fredeweß, Natascha Hahn, Kyungwoo Kwon, Elton Petri und Monique Smith-McDowell
Jugendliche Gäste Tabea Austen, Ahmad Ebrahim, Shadi Hujer, Sadir Ezzat Hussein, Carmina Jones, Golean Khalat und Pia Zapke
Video Alexandra Mauritz, Bernd Wolter (Medienwerkstatt Linden)
Premiere Donnerstag, 08. Dezember 2016

Das Projekt wurde gefördert von:
Ministerium für Wissenschaft und Kultur (reflecting lights)
Region Hannover Team Kultur und „Mitten drin! Jung und Aktiv in Niedersachsen“ (follow goes young)

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FRAGMENTS of reflecting lights

Community Dance Projekt
Choreografie für 60 TänzerInnen

Kinder, Jugendliche und erwachsene Tänzer*innen drehen sich dynamisch im Bühnenraum, heben und tragen sich gegenseitig, übernehmen Bewegungen aus einem selbst kreierten Video-Clip und reagieren auf reflektierende Lichtpunkte. Im Sinne des Community Dance entsteht ein spannungsvolles Kaleidoskop von Bewegungsabläufen.
Unter Anleitung der Compagnie Fredeweß erarbeiteten rund 60 Teilnehmer*innen, darunter Schüler*innen, Studierende und Berufstätige, Einheimische und Eingewanderte in sechs umfangreichen Probenwochen dieses Tanzstück. Mitgetanzt haben u.a. 10 Kinder eines Flüchtlingswohnheim in der Hildesheimer Straße, die über den VfL Eintracht für das Projekt gewonnen werden konnten.

Unglaublich, was ihr in dieser kurzen Zeit in Enthusiasmus, Kompetenz und Geduld mit uns so ganz unterschiedlichen Menschen (Alter, Herkunft, Vorkenntnisse, etc.) im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Beine gestellt“ habt! (Susanne, 49 Jahre)
Besonders gut hat mir gefallen, dass jede und jeder auf dessen individuellen Tanz-Können und Niveau „abgeholt“ worden ist. Das hat jedem das Gefühl gegeben, richtig und gut aufgehoben zu sein. Ich glaube, dass so, jede und jeder für sich selbst am Meisten aus dem Projekt rausholen und Fortschritte machen konnte. (Rixte, 17 Jahre)

Vorstellungen am Montag 21. November 2016 (11.00 und 19.00 Uhr)
Ort Kulturzentrum Pavillon am Raschplatz

FRAGMENTS wurde umgesetzt in Kooperation mit der Medienwerkstatt Linden, dem VfL Eintracht Hannover, der Textilwerkstatt der AWO Region Hannover sowie der Leibniz Universität Hannover, Fachbereich Darstellendes Spiel.

Das Projekt wurde gefördert von:
LAG Soziokultur Niedersachsen (aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur)
Integrationsbeirat Linden-Limmer
Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover.

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FOLLOW

Tanzstück von Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Choreografie für fünf Tänzer

„Zwei Wege boten sich mir dar, und ich ging den der weniger begangen war; und das veränderte mein Leben.“ (Robert Frost)
FOLLOW fragt mit den Mitteln des Tanzes: Wie wünschen wir uns zu sein; wo bewege ich mich hin und welchen Ideen jage ich nach; welchen Vorbildern folgen wir und was trägt uns durchs Leben; gestalten wir unser Leben selbst oder werden wir gestaltet. Welcher Rhythmus bestimmt unseren Schritt? Der unseres Herzens oder der medialer Propheten? Welche Gesichter machen wir uns zu eigen? Was bewegt mich zwischen Massenkommunikation und dem schweigenden Rauschen medialer Götterbilder?
Die Inszenierung FOLLOW greift die Beziehung zwischen Abhängigkeit und Freiheit in unserer multimedialen Gesellschaft auf und transportiert sie durch den Tanz in eine körperliche Bildsprache, die den Raum für eigene Assoziationen öffnet. In einer spannungsreichen Musikcollage treffen die Geräusche der Stille auf die rhythmischen Motive des Suchens und Findens, Folgens und Verfolgens.

Choreografie Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Tanz Marina Antoniou, Sunghai Cho, Natascha Hahn, Hans Fredeweß, Hayato Yamaguchi
Bildkünstler Thomas Finster
Kostüme Petra Laas/SaasouU
Uraufführung 14. September 2015

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Schwarzer Bär

Erstes Community Dance Projekt in Hannover
Choreografie für 83 TänzerInnen

Innerhalb von sechs Probenwochen erarbeiteten 83 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus 27 Ländern, mit und ohne Tanzerfahrung unter der professionellen Leitung des Choreografen Hans Fredeweß und seinem Team ein Tanzstück der besonderen Art – Das Community Dance Projekt »Schwarzer Bär« hat das gleichnamige Stück der Compagnie Fredeweß als Ausgangspunkt genommen, um mit Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft eine eigenständige Choreografie zu entwickeln. Zu sehen ist eine anspruchsvolle Aufführung von begeisterten Laien, die sich kreativ mit modern-zeitgenössischem Tanz auseinander gesetzt haben.

Unter den Teilnehmer/innen des Community Dance Projekts sind 50 Flüchtlinge zwischen 8 und 18 Jahren, die das Projekt mit großer Begeisterung aufnehmen. Zunächst wurde das Projekt als Workshop in den Sprachlernklassen der KGS Pattensen und dem Helene-Lange-Gymnasium Linden angeboten. Im Anschluss daran konnten die Jugendlichen entscheiden, ob sie auf freiwilliger Basis weiter an dem Projekt teilnehmen möchten – Alle Kinder haben sich für das Projekt entschieden und kommen, begleitet von 15 Studierenden des Studiengangs Darstellendes Spiel und Sport, die als Teamer das Projekt unterstützen, an bis zu drei Terminen in der Woche in das Tanzhaus im AhrbergViertel. Fünf weitere Kinder werden aus dem Flüchtlingsheim Fuhsestraße abgeholt.

Andreas Krasselt (Neue Presse 9. Nov. 14) „…Alle sollen in Bewegung kommen. Beim Tanzen fangen sie an, sich selbst zu spüren, ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln und daraus ein Selbstwertgefühl. „Wir setzen dabei ganz bewusst auf abstrakte Bewegungen“, erklärt der Choreograf. „Wir erzählen keine Geschichte.“ Die Kinder und Jugendlichen sollen sich nicht in bekannte Bilder flüchten. „Sie sollen sich selbst neu in anderen Zusammenhängen erleben“, so Fredeweß. „Auch die persönlichen Schicksale sind beim Tanz keine Thema“ statt Rollenklischees also neue Perspektiven. Das geschieht mit viel Spaß..“
Zum Artikel NeuePresse



Ute: „Hut ab für euer Tanzprojekt, ich war gestern da und war völlig begeistert!!„; Regina: „…Ich bin noch ganz gerührt von der Veranstaltung, es war sehr sehr schön, so viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen gemeinsam tanzen zu sehen. Was für ein tolles Projekt!!! Soviel Begeisterung, Ausdruck, Bewegung. Einfach klasse.“

Abschlussaufführung 9. November 2015 im Kulturzentrum Pavillon

Unsere Kooperationspartner in diesem spannenden Projekt waren:
Freizeitheim Linden
Kargah e.V.
Kulturzentrum Pavillon
Egestorff Schule
Helene Lange Gymnasium
Ernst Reuter Schule/KGS Pattensen
Albert Liebmann Schule
DRK_Flüchtlingscamp Fuhsestraße
Leibniz Universität Hannover, Sportinstitut und Fachbereich Darstellendes Spiel
 
Das Projekt wurde gefördert durch

Logo Kultur macht stark Logo Chance Tanz

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Follow (Feb. bis April 2015)

Community Dance Projekt in Hameln

Hameln tanzt!

Vier Wochen lang hatten 60 Hamelner Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter der professionellen Leitung von Hans Fredeweß und dem Team der Compagnie die Gelegenheit sich in ihren Bewegungen auszuprobieren, herauszufordern und sich sowohl der Tanzkunst als auch den Fragen des Stückes FOLLOW zu anzunähern.

„FOLLOW“ fragt mit Mitteln des Tanzes: Wie wünschen wir uns zu sein; wo bewege ich mich hin und welchen Ideen folge ich; welchen Vorbildern folgen wir und was trägt uns durchs Leben; welchen Idealen jagen wir nach; kann uns jemand wie der Rattenfänger von Hameln, so verführen, dass wir von unserem eigenen Weg abkommen?

Ausgangspunkt für das Community Dance Projekt in Hameln ist die langjährige tanzkunstvermittelnde Erfahrung der Compagnie Fredeweß. Seit 2005 widmet sie sich auf Basis ihrer professionellen künstlerischen Arbeit in der Initiative MOTS- Moderner Tanz für Schulen der Vermittlung des zeitgenössischen Tanzes an Kinder und Jugendliche. Die Besonderheit der Arbeit ist die direkte Verknüpfung des professionellen Bühnentanzes auf Grundlage des Movement Research mit der tanzkunstvermittelnden Arbeit. So ist es möglich auch jene Kinder, Jugendliche und  Erwachsene an den modern-zeitgenössischen Tanz heranzuführen, die bisher wenig bis keine Erfahrungen damit haben.

In Kooperation mit Hamelner Schülern der Grundschule am Basberg und der Pestalozzi-Schule wurden Sprachcollagen entworfen, die der Hamelner Musiker Ralph Maten in Zusammenarbeit mit Hans Fredeweß in die, extra für dieses Stück komponierte Musik, einfließen lassen.

Kurzfilm zur Projektarbeit: Follow-Video

Uraufführung 20. März 2015, 19 Uhr, Stadttheater Hameln
Choreografie Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Tanz 60 Kinder Jugendliche und Erwachsene
Facebook Seite des Projektes: Facebook Auftritt Projekt

Follow wurde gefördert von „Kultur macht stark“, Bündnisse für Bildung

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Schwarzer Bär

Tanzstück von Hans Fredeweß und Natascha Hahn

Der „Schwarze Bär“ ist ein zentraler Platz in Hannover-Linden und steht für Diversität und pulsierendes Leben in der Stadt. Dieser urbane Raum und sein Rhythmus – geprägt von Menschen und Tieren, Autos und Radfahrern, Ampeln und Straßenbahnen – sind Inspiration für eine Choreografie zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Außen und Innen, zwischen Alltag und Kunst. Ausgehend von Aufnahmen des Platzes mittels einer HandyCam, greift der Tanz die visuellen und akustischen städtischen Rhythmen auf und transponiert sie in Körperrhythmen. In einer spannungsreichen Musikcollage treffen Geräusche des städtischen Raums auf Motive des Komponisten Aaron Copland u.a.

Choreografie Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Tanz Natascha Hahn, Shin Jung Park, Hans Fredeweß
Kostüme Petra Laas/SaasouU
Uraufführung 09. Oktober 2014, Tanzhaus im AhrbergViertel

Schwarzer Bär wird gefördert von
Land Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen

 

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Scroll over Beethoven

Tanzstück von Hans Fredeweß und Natascha Hahn

Die neue Choreografie der Compagnie Fredeweß übersetzt Motive der Musik Beethovens in die Basics des tänzerischen Ausdrucks. Ähnlich einer Computer-Mouse scrollt sie über die berühmte Symphonie Nr. 5 und hebt einzelne Passagen gleichsam vergrößernd hervor. Wie es Beethoven gelang, mit wenigen Noten emotionale Zustände zuerschaffen, so führen wenige Bewegungsmuster zu differenzierten Gefühlszuständen.

Der Dresdner Komponist Fabian Schütze spürt das populäre Motiv der Symphonie zudem in zeitgenössischen Musikformen auf. In einer Live-Performance zerlegt er die Originalmusik in Fragmente und kombiniert sie mit modernem Material. Musikalische Loops und tänzerische Kreisbewegungen eröffnen eine Spielwiese, auf der mit Stringenz, Humor und Überraschungsmomenten ein variantenreiches und dynamisches Tanzstück entsteht.

Scroo over Beethoven-Video

Choreografie Hans Fredeweß und Natascha Hahn
Tanz Josianne Fleming Valbuena, Natascha Hahn,
Shin Jung Park, Hayato Yamaguchi
Musik Fabian Schütze / analogsoul,
nach Motiven von Ludwig van Beethoven
Kostüme Petra Laas/SaasouU
Dramaturgie Sabine Göttel
Uraufführung 28. November 2013

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