Eine Frau macht sich schön für einen großen Auftritt. Sie will auf einen Ball gehen, sie will Walzer tanzen, sie will sich der Musik selbstvergessen hingeben. Sie probiert Schritte und versetzt sich in Posen. Sie imaginiert den Schwung zweier in Euphorie versetzter Körper. Doch wo bleibt ihr Partner? Hat er ihre Verabredung vergessen? Gibt es ihn überhaupt, oder ist er nur das unerreichbare Ziel ihrer Sehnsucht nach Gemeinsamkeit und Harmonie - „La Valse“ - ein Reigen aus Aufbauen und Zerstören, Hoffnung und Enttäuschung, Lebenslust und Todestrieb. In Maurice Ravels narkotisierendem Abgesang auf den Wiener Walzer spürt die Tänzerin und Choreografin Natascha Hahn den Spuren einer Zeitenwende im Körper nach.
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