Ein Paar nach einer Liebesnacht. Diese Geschichte wird nicht erzählt. Anneliese Soglio und Hans Fredeweß bewegen sich parallel, spielerisch leicht, mit wechselnder Dynamik und eigenwilliger Rhythmik. Sie scheinen zu einer Figur zu verschmelzen. Ist es ein Spiel mit der Erinnerung an die erlebte Stimmung? Die Tänzerin und der Tänzer sind nicht allein auf der Bühne: Natalie Deseke singt und entlockt sieben Kaugummiautomaten Geräusche, Musik und Töne. Optisch ist die Klangkünstlerin eine Gegenfigur. Die Klangkollage ist aber auf die Tanzenden abgestimmt und unterstützt die Stimmung. Es entstehen Bewegungsbilder, die sich rhythmisch aufbauen, zu französischer Folkloremusik in den Raum entfalten und sich mit formal streng angelegten Soli abwechseln - sie schaffen eine Atmosphäre der Erinnerung.
" Sie erzählen keine Geschichten, sondern besinnen sich auf die Wurzeln des Tanzes - den Körper in seiner physischen und psychischen Einheit."
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