Tanzen bis zum Schlusspfiff…
Auf dem grünen Rasen ist es wie im richtigen Leben: Wir tänzeln umeinander herum und verausgaben uns voller Begeisterung, wir vollführen einen Freudensprung nach dem Torschuss und überbieten uns gegenseitig im Tanz ums Goldene Kalb. Dann beschwören wir fanatisch das einende Band der Freundschaft, bevor wir aufgeputscht und schwitzend in der Kabine verschwinden…
Jubel, Tore, Siege - und der Morgen danach? Was ist, wenn das Feiern, wenn der Taumel plötzlich ein Ende hat? War das Zusammenhalten nur ein Hirngespinst? Was kommt nach dem Spiel?
Hans Fredeweß und Natascha Hahn haben sich gefragt, was wir Tag für Tag tun, um die Nachspielzeit zu überdauern. Welche Strategien wir entwickeln, um das Gesicht zu wahren und möglichst "top" zu sein. Und ob es auch außerhalb des Stadions nicht ohne Nachtreten geht. Ihr neues Tanzstück kreist um die Freuden und Leiden des Lebens vor und nach dem Schlusspfiff, das manchmal wie ein trauriger Walzer, manchmal wie ein Freudentanz daherkommt – immer in der Hoffnung, dass nach dem Spiel vor dem Spiel ist.
Frieden!Fouls!Fanfaren! verknüpft modernen Tanz mit bekannten, ungewohnten und humorvollen Aspekten des Fußballs. Zu Musik von Jean Sibelius und anderen erzählen Jugendliche aus Hannoveraner Schulen außerdem, was von Frieden, Sport und E-Musik zu halten ist.
"Eigensinnige Bewegungen, dazu klassische Musik, Wortfetzen von Jugendlichen, die sich über Ausländerhass austauschen. Fredeweß und Hahn zeigen viele kleine Stücke, und der Zuschauer wechselt ständig die Perspektive. Nach einer guten Stunde erklingt der Schlusspfiff und die Zuschauer sind beeindruckt, wie viel ein Fußballabend hergeben kann."
(Neue Presse Hannover, 16.09.06)
"Die Stimmen, mit Beats unterlegt, stellen mit Hip-Hop- und Elektroklängen einen gelungenen Gegenpart zur Symphonik Jean Sibelius’ dar. Tänzerisch macht die Compagnie Anleihen beim klassischen Ballett, beim Modern Dance und – das ist neu – beim akrobatischen Break- und Streetdance. Der spezifisch fredeweßsche Bewegungskosmos entsteht auch diesmal durch die tanzend verfremdeten Alltagsbeobachtungen: sich aufwärmende Spieler, Fouls und Versöhnungen, Verletzungssimulanten und engagierte Torhüter. Die humorvollen Bewegungsminiaturen werden zu wiederkehrenden, variierenden Motiven." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16.09.06)
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