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| Der Tod und das Mädchen |
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Alternde Bilder
Die Tanzsequenzen sind abwechselnd schnell, dynamisch und langsam, ruhig. Immer wieder verlassen die fünf Tänzerinnen die Bühne, verschwinden hinter den schweren, dunklen Vorhängen, mit denen die Wände verkleidet sind, und tauchen an der anderen Seite des Raumes wieder auf. Dieses ständige Auftreten und Verschwinden charakterisiert den Tanz, symbolisiert den Kreislauf des Lebens, den immer wiederkehrenden Tod. Die Musik Schuberts ist von einem ähnlichen stilistischen Mittel geprägt: Ostinatoartig wiederholen sich hier die musikalischen Figuren. So verhält es sich auch mit dem Tanz der Compagnie. Auch andere Bewegungsabläufe kehren immer wieder, werden in unterschiedlichen Varianten in den Tanz eingebunden und akzentuiert. Ausdrucksstark und kraftvoll bewegen sich die Tänzerinnen fast eine Stunde lang zu der Musik Schuberts, wirken mal aggressiv und zielstrebig, mal sanft und verletzlich. Denn auch die Vergänglichkeit der Jugend, die Ohnmacht des Menschen angesichts des Todes spielt eine zentrale Rolle in „Der Tod und das Mädchen“ – die Tänzerinnen begehren gegen dieses Ende auf, verweigern sich ihrem Schicksal und müssen doch resigniert aufgeben. Am Ende des Stücks ziehen sie die Vorhänge an der Stirnseite des Raumes auf und geben den Blick auf eine Installation der hannoverschen Künstlerin Anne Nissen frei. Zu sehen sind Fotos, die sich verändern. Die abgebildeten Gesichter altern vor den Augen der Zuschauer. Bewegungslos verharren die Tänzerinnen vor der Installation und machen damit noch einmal das zentrale Thema des Abends deutlich: Es gibt keinen Stillstand.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 24.09.11
Fredeweß-Jubiläum mit Claudius-Tanz
Die Compagnie Fredeweß feiert Jubiläum: Zehn Jahre tanzt das Ensemble des Choreografen Hans Fredeweß schon im AhrbergViertel. Bei der ausverkauften Premiere gab es kräftigen Applaus. Unterlegt mit Franz Schuberts Musik "Der Tod und das Mädchen" in der packenden Streichquartett-Version des israelischen Jerusalem-Quartetts tanzen und verkörpern Lisa Besse, Hanna Farina Blisnjuk, Natascha Hahn, Ina Sladic und Rika Yokoya das Mädchen mit all ihren Gefühlen und Beziehungen. Sie schreiten, springen, winden und rollen sich tanzend aufeinander zu, lassen sich fallen und auffangen, lösen sich voneinander oder tanzen Pas-de-deux- und Gruppenszenen, die sich in Einzeltänze auflösen. Dabei begegnet dem Mädchen immer wideder der Tod in Form einer alten Dame (Gabriele Mittler-Gerstenberger), die die Tänzerinnen mit ihrem hellen, unschuldig wirkenden Sommerkleidern umschreitet. Bewusst wird hier keine Geschichte erzählt, sondern es werden innere Befindlichkeiten dargestellt (Dramaturgie: Sabine Göttel). Das gelingt, das fesselt. Gänsehaut beim Abschlussbild mit der Installation „Interlaced“ der hannoverschen Künstlerin Anne Nissen: Drei schwarzumrandete, leuchtende Mädchenporträts, davor als Gruppenbild die Tänzerinnen mit der alten Dame, dazu die berührende Stimme Dietrich Fischer-Dieskaus mit "Gib deine Hand, du schön' und zart' Gebild ..."“ Neue Presse |
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| All-In-One: BACH! |
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Tanz den Bach!
Faszinierende Choreografien im Tanzhaus im AhrbergViertel
Bachs Goldber-Variationen sollten es sein - nicht alle, aber zwei, drei Variationen mussten verwendet werden. Das war die Vorgabe, die Hans Fredeweß den Choreografinnen Minke Elisa Brands und Martina Marini vorgab und der er sich selbst unterwarf. "Bach" war der Abend lakonisch überschrieben, der jetzt in Fredeweß' Tanzhaus im AhrbergViertel erstmals zu sehen war. "Bach" ist, nach "Walzer" und "Chopin" die dritte Ausgabe der Tanzhaus-Reihe "All in One": Alles in allem: Alles für einen.
In Brands' "E-Motion in Delay" treten auf: eine Tänzerin im T-Shirt aus großmütterlichen Spitzen, eine Cellistin im Alltagsdress und ein Mann in Schwarz, der das Mischpult und eine Art hölzernes Metronom aus Fantasia-Land bedient, das im Hintergrund der Bühne steht. Marieke van der Heyden, die Cellistin, spielt weniger Bach, dafür mehr vom niederländischen Filmkomponisten Maurits an Overdulve, während Tänzerin Alexandra Braguti sich von den Tönen bewegen lässt, noch mehr aber von sich selbst. Sie erscheint gleichzeitig als simultan aufgenommene Videoprojektion auf dem dünnen Schleier, der Bühne und Zuschauerraum trennt. Bachs Kontrapunkt, die aufgeschobene Wiederholung, wird so zum Gleichnis für verzögerte Gefühle. Eine raffinierte künstlerische Installation.
Ganz viel Bach, diesmal vom Band, ist in Martina Marinis "Aria" zu hören. Marinis Tänzerin, Anastasia Kostner, erzählt auch von Gefühlen, aber solchen, die keine Verzögerung erlauben. Da wollen Füße lebendig werden und verkrampfen und verzerren erst mal. Sind sie aber aufgewacht, dann tanzen sie selbst barfuß noch wilder als die märchenhaften roten Schuhe von Hans Christian Andersen. Und reißen den Rest des Körpers mit in die Auflösung ebendessen. Jeder Atemzug der Tänzerin lässt spüren, wie intensiv sich die Südtirolerin Marini dem Butoh-Tanz verpflichtet fühlt: Schönheit ist immer auch Schrecken - selbst wenn die Tänzerin lacht. Eine aufwühlende Studie über die Erfindung der Bewegung.
Brands leitet in Utrecht eine experimentelle Tanzcompagnie, Marini eine Gruppe in ihrer Geburtsstadt Meran. Diesen beiden exzellenten Frauen hat Hans Fredeweß in Hannover eine Plattform geboten, und auf dieser entführen sie den Zuschauer in ein Land vergessener Wunder.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 15.04.11 |
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| Fine Red Line |
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Tanz auf der dünnen roten Linie
Man weiß gar nicht, wo sie verläuft, diese titelgebende dünne rote Linie. Und weiß auch überhaupt nicht, was sich jenseits der „Fine Red Line“, wie das neue Stück der Compagnie Fredeweß heißt, befindet. Diesseits auf jeden Fall kraftvoller, packender Tanz. - Um Entscheidungen und die ganz persönlichen Auseinandersetzungen mit sich selbst geht’s in der neuen Tanzperformance von Hans Fredeweß, die er zusammen mit Co-Choreografin Natascha Hahn und Dramaturgin Sabine Göttel erarbeitet hat. Der Tanz und die modern-sinfonische, von bulgarischen Mythen inspirierte Musik des bulgarischen Komponisten Wladimir Bogdanov passen sehr gut zueinander. Zu bewegenden Streicherlinien, kontemplativen Chor- und Orgelklängen winden, drehen und rollen sich die Tänzer Tsori Bar-Natan, Simon Beyer-Pedersen, Hanna Farina Blisnjuk, Wan-Ling Liao und Natascha Hahn. Die Tänzer verknäueln sich, die Gruppen lösen sich schnell wieder auf, Tänzer lassen sich fallen und tasten sich zueinander oder voran – und vorher kraftvolle Bewegungen frieren ganz plötzlich ein . – Man spürt förmlich das Ringen um Entscheidungen der Akteure. Schön, wie die fünf Körper im roten Licht auf der Bühne nach hinten rollen und in einer embryonalen Schutzhaltung liegen bleiben. Am Ende Bravos und langer Applaus.
Neue Presse Hannover
Tanz am Abgrund
Die “Fine Red Line” signalisiert Bedrohliches und löst bei dem Quintett, vier Frauen, ein Mann, vehemente Bewegungsfolgen aus: Effekt- und kraftvolle schnellen sie in die Luft. Es ist, als würden ihre oft liegenden Körper vom Boden ausgespuckt. Es ist kein Naturschauspiel, aber ein Spiel über die (Ohn-)Macht der menschlichen Natur. (...) Bogdanov (...) hat für diesen Tanz am Abgrund eine überaus gefühlsgeladene Sinfonietta komponiert, die zwischen kühler serieller Musik à la Phil Glass, filmmusikalischer Schmeichelei nach Art Michael Nymans und einem folkloristisch anmutenden Ländler einen faszinierenden und vor allem tanzbaren Weg einschlägt. Bei der „Fine Red Line“ kommt Bogdanovs Werk für klassisches Kammerorchester zwar nur vom Band, der Applaus im ausverkauften Tanzhaus war aber nicht weniger verdient.
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Eröffnung Tanzhaus im AhrbergViertel / All-In-One: CHOPIN! |
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Der aufgemischte Chopin
Namen schaffen Tatsachen. "Studiobühne" klingt klein, die Compagnie Fredeweß zielt auf Größeres. Über 2000 Schüler erlernten dort 2009 die Lust am Modernen Tanz, neben den Eigenproduktionen finden alljährlich ein hannoversches Festival und eine europäische Koproduktion statt. Weshalb die Compagnie ihren Raum nun zum "Tanzhaus im AhrbergViertel" proklamierte.
Quadratmetertechnisch ist das hochgestapelt, der Tanzqualität aber angemessen, was die Uraufführung der diesjährigen "All-In-One"-Kooperation bewies. Chopin ist diemal Thema, neben Fredeweß mischen eine Dresdnerin und eine niederländische Gruppe die ewige Begleitmusik aller Balletttrainings spannend auf.
Drei Fredeweß-Tänzerinnen spielen in synchronen Figuren mit den schön perlenden Klavierläufen Chopins, erstarren aber immer wieder in maskenhaftem Zähnezeigen oder werfen Küsschen. Dynamik gewinnt ihr Tanz jedoch erst im zweiten Teil, zur Chopin zerbröselnden Komposition von Damian Marhulets.
Stark in der Expression tanzt die Dresdnerin Irene Schröder liegend, mit Armen, Kopf und Schultern, schlangengleich den eigenen Stil zu den vielstrapazierten Klängen suchend, die bei ihr nur sequenzweise in eine Soundvollage eingespielt werden.
Einen intensiven Pas-de-deux der Berührung und Abstoßung präsentiert die Niederländerin Minke Elisa Brands, bei dem erfreut, dass das Tanzhaus doch auch Studiobühne bleibt: Gegen das Hautnah-Erlebnis auf der ebenerdigen Tanzfläche kann keine distanzierte Bühne mithalten.
Evelyn Beyer,
Neue Presse Hannover
Tanz den Chopin
Kann man die Komposition eines zur (sic!) Grundlage modernern Tanzperformances machen? Drei Musiker haben sich für die hannoversche Tanzcompagnie Fredeweß des Komponisten Frédéric Chopin angenommen. Tobias Herzz Hallbauer, Damian Marhulets und Maurits Overdulve sind seit gestern bei dem Festival "All in one" im neuen Tanzhaus im AhrbergViertel zu hören und zu sehen.
Chopin in Reinform gibt es freilich nicht: der Komponist musste sich ziemlich dem Zeitgeist beugen. Die Musiker zersetzen Tonfolge um Tonfolge, verbinden Fragmente mit elektronischen Knistereien, Wortfetzen und Jahrmarktsklängen. Chopin klingt mal wie ein vertonter Albtraum, dann wieder nach romantischem Soundtrack für Avantgardefilme, schließlich nach einem Besuch auf dem Frühlingsfest.
Entsprechend fallen die drei Choreografien des Tanzabends "All in one" aus. Die Tänzerinnen der Compagnie Fredeweß spielen mit leicht wirkenden Figuren, mit der oberflächlich rein formalen Schönheit der Chopin-Klänge, brechen diese mit finsteren Grimassen. Immer wenn die Klangkulisse droht, jegliche Emotion zu verlieren, setzen die Tänzerinnen auf schnelle, energische Schritte, posieren als die "Drei Engel für Charlie" mit imaginären Pistolen und kichern wie Teenager. Irene Schröder aus Dresden zeigt eine beklemmende Choreografie, bei der sie sich auf dem Boden liegend freizutanzen scheint, nur um später wie eine getriebene Marionette den immer schneller werdenden Klavierklängen zu folgen. Und die Niederländer Minke Elisa Brands und Paolo Fossa machen aus der eigenwilligen Chopin-Interpretation ein Beziehungsstück, in dem man sich näher kommt, sich Grenzen aufzeigt, sich trennt und wieder annähert. Selten wurde ein Komponist so vielfältig und spannend in Szene gesetzt.
Diese Vielfalt ist es auch, die die Compagnie Fredeweß nun veranlasste, ihre Studiobühne Tanz in das sogenannte Tanzhaus im AhrbergViertel umzubenennen. Seit zehn Jahren versammeln sich dort mehrere Tanzinitiativen wie die Compagnie Fredeweß selbst, aber auch die tanzvermittelnde Initiative MOTs, die vor allem Schülern den Tanz näher bringt, oder der Koordinierungskreis für "Dogdance", das Tanzfestival der Freien Szene Hannovers. Zum neuen Namen passt der Festivaltitel "All in one" natürlich trefflich."
Jan Sedelies, Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| LIEBE DRAMA WAHNSINN |
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Pantherartig, elegant, aber dennoch kraftvoll bewegen sich die Tänzerinnen über die Bühne. Rollen, Springen, Pirouetten, synchon, gegeneinander oder miteinander ... Sauber getanzt, gut inszeniert, aber sehr abstrakt ist "Liebe Drama Wahnsinn" nur etwas für echte Fans des Tanztheaters.
Neue Presse 30.10.09 |
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| In Turbulenzen |
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Die Tänzerinnen "harmonieren präzise und bewahren doch ihre spezifische Persönlichkeit. Andrea Schiefer die nüchtern-kecke in Orange. Elise Hoffmann die abgezirkelte, energetische in Türkis. Fernanda Lima wie ein Joker im zweiten Teil im knallroten Kleid, Sinnlichkeit verströmend. Und mit geschmeidiger Kraft und Größe auftrumpfend Natascha Hahn in Violett, dunkel wie die tiefen, schweren Töne der Sinfonie. Wie Klangfarben umspielen sie sich, jede spiegelt auch ein anderes Wahrnehmen der Töne. Man beginnt die Musik zu sehen... Und wenn sie Konventionen durchbrechen, im Gorillasprung hopsen oder Kampfduelle tanzen, verkörpern sie einen Witz und eine Lebendigkeit, die man im Klangchaos überhören könnte. Begeisterung bei der Premiere".
Neue Presse, 05.09.08 |
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| Drei tierische Frauen |
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"Zwei junge Frauen interpretieren die Verwandlungen im Lauf des Lebens im Tanz. (...) Exquisit waren die Tänzerinnen Elise Hoffmann und Andrea Schiefer auch ohne die Dritte im Bunde. Die Synchronität ihrer Bewegungen zur Musik war kaum zu übertreffen. (...) Von übermütig schäumend bis ängstlich erzitternd - die ausdrucksstarke Mimik der Frauen zitierte alle menschlichen, nicht nur "fraulichen" Seelenzustände."
Neue Presse Hannover, 29.02.08 |
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| eins - HINFALLEN |
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"Zwei Tänzerinnen und zwei Tänzer im Spannungsfeld, im Miteinander, in der Ambivalenz der Geschlechter. Sie winden sich, drehen, rollen, bewegen sich in geometrischen Formationen und in Pas de Deux (…). Insgesamt stimmt die tänzerische Leistung von Natascha Hahn, Elise Hoffmann, Yiannis Avakoumidis und Jorge Leandro; gelungen auch die während des Tanzes auf den Punkt gesetzten Geräusche und Wortsequenzen der Akteure. Originell: In den Videosequenzen von Anne Nissen stoppt alles, um gemeinsam den Statements von Menschen aus Hannover über Freiheit, Schwächen und Möglichkeiten im Leben zu lauschen. Am Ende langer Applaus für die einstündige Performance."
Neue Presse Hannover, 15.09.07 |
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| Frieden!Fouls!Fanfaren! |
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"Eigensinnige Bewegungen, dazu klassische Musik, Wortfetzen von Jugendlichen, die sich über Ausländerhass austauschen. Fredeweß und Hahn zeigen viele kleine Stücke, und der Zuschauer wechselt ständig die Perspektive. Nach einer guten Stunde erklingt der Schlusspfiff und die Zuschauer sind beeindruckt, wie viel ein Fußballabend hergeben kann."
Neue Presse Hannover, 16.09.06
"Die Stimmen, mit Beats unterlegt, stellen mit Hip-Hop- und Elektroklängen einen gelungenen Gegenpart zur Symphonik Jean Sibelius’ dar. Tänzerisch macht die Compagnie Anleihen beim klassischen Ballett, beim Modern Dance und – das ist neu – beim akrobatischen Break- und Streetdance. Der spezifisch fredeweßsche Bewegungskosmos entsteht auch diesmal durch die tanzend verfremdeten Alltagsbeobachtungen: sich aufwärmende Spieler, Fouls und Versöhnungen, Verletzungssimulanten und engagierte Torhüter. Die humorvollen Bewegungsminiaturen werden zu wiederkehrenden, variierenden Motiven."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16.09.06 |
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| Küssen erlaubt! |
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"Ohne die sonst übliche Distanz zwischen Zuschauern und Bühne konnten die Kinder die Tänzer bei ihrer schweißtreibenden Arbeit beobachten und anschließend befragen. … Auch wenn die Vorlieben der Kinder eigentlich in Richtung Hip-Hop gehen, kamen das dynamische Springen und das Über-den-Boden-Rollen doch sehr gut an und wurden engagiert nachgeahmt. Und so fiel das Fazit nach zwei Schupperstunden durchaus positiv aus: 'Uncool, aber macht trotzdem total Spaß.' "
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 23.02.06
"Küssen erlaubt! ist eine Mischung zwischen professioneller Aufführung, tanzpädagogischem Gespräch und öffentlicher Probe. … Der Zuschauer erlebt modernen Tanz als Prozess, er bekommt einen Eindruck von der Entstehung von Bewegungsabläufen, von der harten und unglamourösen Arbeit, die dem Ergebnis vorausgeht."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.09.05 |
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| Crazy Colour |
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"… Da wird das Flirren des Rummels fühlbar, das Kribbeln, das Hin und Her…"
Neue Presse 25.06.05
"… Unterbrochen wird das Tempo lediglich von Blicken - leidenschaftlich und nachhaltig. Immer wieder schauen sie einander an und nach: skeptisch, erwartungsvoll oder herausfordernd. Fredeweß & Co. Lassen die Augen mittanzen. Toll."
Hannoversche Allgemeine Zeitung 25.06.05 |
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| Body Motion |
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"Man muss schon genau hinschauen, um zu sehen, dass etwas nicht stimmt. Wie ein schiefer Ton schleichen sich ungelenke Figuren in die brav wirkenden Bewegungsabfolgen. Schon bald wirken die tänzerischen Einlagen nur noch skizzenhaft und verwaschen. Das Abweichende dominiert: Glieder die seltsam verrenkt die Luft durchpflügen, Rucken und Zucken, Zappeln und Plappern - echter Fredeweß eben."
Hannoversche Allgemeine Zeitung 22.11.04
"The dance of the German troupe was exacting and pleasant because subtile in its rendition of the human form and its exploitation of this."
Weekender (Malta), November 26, 2005 |
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| tauchen tiefer |
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"Das sind Bewegungen, die aus dem Boden zu kommen scheinen, das sind unergründliche Gangarten." Hannoversche Allgemeine Zeitung 14.11.03
"Wenn Traumbilder einen tiefen Einblick in die Seelenlandschaft gewähren, dann schickt uns Natascha Hahn auf eine Winterreise in die Einsamkeit."
Diabolo, Dezember 03 |
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| Vier tierische Frauen |
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"Das Choreografenteam Hans Fredeweß und Natascha Hahn haben das Tier studiert, im Menschen entdeckt und auf Bewegung reduziert"
Hannoversche Allgemeine Zeitung 21.Februar 03
"Die Suche nach Geschmeidigkeit, nach Harmonie, wird ins Verspielte gewendet.... Zwischendurch recken sie die Arme, seufzen, knicken ein: Da lässt Schwanensee ironisch grüßen. Eine amüsante "Tanz pur" Studie."
Neue Presse 21. Februar 03 |
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| Jeder Mensch ist auch mal ein Tier |
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"Weichheit und Härte, Tempo und Erstarren. Viel Beifall nach knapp einer Stunde, in der man sich aufnahmefähigere als nur menschliche Augen wünschte..."
Neue Presse, 15. November 02
"Die Bilder, die so entstehen, sind von bisweilen so eindrücklicher Schönheit, dass man sie nur schwer vergisst."
HAZ, 15. November 02 |
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| 3 Choreographien - Waves Fragments Together |
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"So beiläufig, aber zart ist selten berührt worden."
Hannoversche Allgemeine Zeitung
"Einfaches Licht, keinerlei theatrale Elemente, fast alltägliche Kleidung: Gerade die Reduzierung erzeugt Spannung."
Neue Presse |
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| Variation für 7 Lautsprecherboxen und 3 Tänzerpaare |
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"In pfiffiger Manier lässt der Choreograf seine Tänzer gerade so lange in den gewohnten Mustern agieren, dass der Blick schließlich wohlgefällig auf den ästhetischen Bewegungen ruht, um dann plötzlich über eine ganz und gar abstruse Wendung zu stolpern."
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Variation für 2 Boxen und 7 Kaugummiautomaten |
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"Sie erzählen keine Geschichten, sondern besinnen sich auf die Wurzeln des Tanzes - den Körper in seiner physischen und psychischen Einheit."
Die Welt
"...einigen Erfolg bei der Tanzgemeinde hatte. Vielleicht rührt das ja daher, weil Fredeweß abseits vom Mainstream ebenso querköpfig wie einfallsreich und humorvoll auf der Kunst des reinen Tanzes und Tanzens beharrt."
Hamburger Abendblatt
"Wer den Sinn dieses Stücks, das mitunter eher einem irisierenden Hologramm gleicht, mit Hilfe der Logik zu erfassen sucht, wird vermutlich Schiffbruch erleiden. Besser man überlässt sich den Eindruck jener Vielzahl von Motiven und Bewegungsmelodien, die in einem Wechselspiel von Variation und Wiederholung, von Parallelität und Kontrapunkt fast schon an eine Bachsche Fuge erinnert."
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Variation für 2 Boxen |
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"Anders als der Titel suggeriert, stehen keineswegs Schachteln im Mittelpunkt von "Variationen für 2 Boxen", sondern zwei Männer mit ähnlich kantigen Gesichtszügen und einer Vorliebe für eckige, abgewinkelte Bewegungen. Ihre Kunst scheint darin zu bestehen, einzelne Bewegungen aus dem gewohnten Ablauf auszugliedern und für sich stehen zu lassen."
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Cut |
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"Nicht der gefühlhafte Ausdruck interessiert den eigenwilligen Tänzer mit dem ausgeprägten Perfektionsdrang, auch nicht so sehr das Erzählen von Geschichten wie es für die "Tanztheater"-Tradition in der Nachfolge von Pina Bausch charakteristisch ist, sondern Tanz pur."
Hannoversche Allgemeine Zeitung/Spielzeit
"(...) allein den Bewegungsabläufen. Die sind verblüffend originell - Hans Fredeweß ist eigensinnig im besten Wortsinn und schert sich nicht um berühmte oder gängige Vorbilder."
Rhein-Neckar-Zeitung
"Zu seinen (Hans Fredeweß) Stärken gehört die Fähigkeit, sich auf ein Thema zu konzentrieren und es konsequent durchzuführen, indem er es kompositorisch auffächert, abwandelt und ausführt."
Tanzdrama
"Fredeweß bemüht sich mit vollem Erfolg um konzentrierte Körper - deren Bewegungen für sich sprechen."
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Der Weitkieker |
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"Beeinflusst von Gerhard Bohners reduzierter Bewegungsrecherche glückt dem Tänzer und Choreografen aus Hannover im Spiel mit Schwerpunkt, Horizontale und Vertikale ein formal vielfältiges wie inhaltlich vieldeutiges Solo."
Hamburger Abendblatt
"Sehr nah an Balkenhol gestaltete der Choreograf und Tänzer Fredeweß seine Figuren: verloren in unschlüssiger Haltung und ohne expressive Geste, der Öffentlichkeit ausgesetzt und dadurch verunsichert, spröde und unnahbar, aber von klarer Schlichtheit - eine beeindruckende tänzerische Umsetzung."
Hamburger Morgenpost |
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| Impasses |
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"Impasses besticht durch die strenge formale Struktur der Einzelaufnahmen des in wiederkehrende und doch sich wandelnde Bewegungsmomente zerlegten Alltagstrott von Arbeiten, Essen, Lieben und Ausruhen (...) zeigt der freie Hannoveraner Choreograf (...) dass er ebenso stringent und konsequent mit einer Gruppe zu arbeiten vermag wie skulpturale Objekte und Tanzkörper im Raum spannungsvoll und manchmal sogar situationskomisch in Beziehung und Bedeutung zu setzen."
Tanzdrama
"Fredeweß geht es nicht um Geschichten, sondern um die Bewegung selbst."
Hannoversche Allgemeine Zeitung |
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| Ballett Tanz Jahrbuch 2000 VIP-Lounge |
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"Es soll aber noch Choreografen geben, die sich in ihrem Körper nicht als Fremde fühlen, in ihm durch ihre Arbeit ausgewiesenermaßen zu Hause sind und dennoch mit Bewegung, Körper und Tanz zu experimentieren wissen." |
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